Einer
der wichtigsten Bestandteile des Lebens
auf der Karibikinsel ist natürlich
die Musik und der
Tanz.
Alle
großen Tänze Lateinamerikas
haben ihre Wurzeln auf der Zuckerinsel
und hier leben sie auch fort. Viele
der Rhythmen und Tänze entstanden
aus den von den Sklaven mitgebrachten
Riten, ihrer Musik und ihrer Instrumente.
Es seien hier nur einige Musikstile
und Tänze genannt, wie der Son
Cubano, Bolero, die Rumba, Mambo,
Cha Cha Cha und natürlich der
Salsa.
Auch
die Literatur spielt
auf Kuba eine große Rolle und
gibt einem Einblicke in die karibische
Mentalität. Sie ist
nicht nur für die auch in Europa
bekannten Schriftsteller der Insel
wichtig, sondern auch für das
kubanische Volk im allgemeinen. Jede
Woche treffen sich Literaturbegeisterte
aus allen Berufsgruppen in ihren
örtlichen Kulturhäusern
um sich gegenseitig ihre
Werke vorzutragen, Gedichte zu zitieren
und anschliessend darüber zu
diskutieren. Der wohl bekannteste
Schriftsteller ist Ernest Hemingway,
der als US-Amerikaner 20 Jahre auf
Kuba lebendte.
Das
Land bietet auch sonst vielfältige
künstlerische Veranstaltungen wie
das Ballettfestival, die Biennalen
für plastische Künste, lateinamerikanische
Musik- und Filmfestivals.
Jedes Jahr im Dezember findet in Havanna
das "Festival Internacional
del Nuevo Cine Latinoamericano"
statt. Es ist das wichtigste Filmfestival
Lateinamerikas und zieht Filmfans
aus der ganzen Welt, sowie in den
letzten Jahren zunehmend auch die
großen Stars aus Hollywood an.
Der
im Februar gefeierte Karneval
geht auf die Zeiten der Sklaverei
zurück. Alle vier Jahre im Januar
wählten Vereinigungen von Sklaven
eines afrikanischen Volkes, die sogenannten
cabildos, ihren König und zogen
in ihren farbenprächtigen Kostümen
singend, trommelnd und tanzend durch
die Straßen. Bald wurden von
den Ausführenden der Umzüge
Vereine gebildet, die Comparsas. Da
sich die Festzüge sehr von den
religiösen Festen der Weißen
unterschieden, zogen sie immer viele
"Schaulustige" an. Im 19.
Jahrhundert entstanden auch Gegenumzüge
von Weißen, die von großen
Firmen gesponsert wurden. Da es aber
zu Konflikten zwischen den einzelnen
Gruppen kam, wurden die Festlichkeiten
der Farbigen verboten. Nach der Revolution
1969 wurde der Karneval von
der Regierung in den Juli verlegt,
um die Zuckerrohrernte
nicht zu gefährden. Nachdem er
dann nochmals eine Zeit lang aus wirtschaftlichen
Gründen verboten wurde, führte
man ihn 1996 als Anreiz für Touristen
wieder ein, und verlegte ihn 1999
wieder in seine ursprüngliche
Zeit im Februar.
Religion
Die kubanische Verfassung garantiert
die Religionsfreiheit und die Trennung
von Kirche und Staat. Die Mehrzahl
der Kubaner gehören den katholischen
oder afrokubanischen Religionen
an.
Feste und Feiertage
| *1. Januar: |
Día de la Revolución, Jahrestag der Revolution |
| *2. Januar: |
Tag der Siegesfeiern |
| 2. Februarhälfte: |
Karneval |
| 24. Februar: |
Revolutionsbeginn 1895 |
| 28. Februar: |
Geburtstag José Martí, Jazzfest in Havanna |
| 8.März: |
Internationaler Frauentag |
| 13.März: |
Angriff auf den Präsidentenpalast |
| 19. April: |
Sieg in der Schweinebucht, die karibische Kultur feiert in Santiago |
| *1.Mai: |
Internationaler Tag der Arbeit mit Maiparaden etc. |
| *25.-27. Juli: |
Gedenktage zum Sturm auf die Moncada-Kaserne |
| 30. Juli: |
Tag der Märtyrer der Revolution |
| *8.Oktober: |
Todestag von Ernesto Che Guevara 1967 |
| *10. Oktober: |
Jahrestag des Beginns der Unabhängigkeitskämpfe im Jahr 1868 |
| 27. November: |
Tag der studentischen Märtyrer,
Ballettfestival in Havanna, Musikfestival in Varadero |
| 7.Dezember: |
Chorfestival in Santiago, Parrandafest in Remedios |
*
arbeitsfreie Feiertage