Tag 1: Havanna - Pinar del Río - Vinales (190 km)
Um 10:00 Uhr Übernahme des Mietwagens in Havanna und Fahrt nach Viñales. Hier im Tal wächst der legendäre Tabak auf flachen Feldern zwischen schroffen, steil aufragenden Kegelfelsen.
Auf dem Weg empfehlen wir Ihnen den Besuch der Gemeinde Las Terrazas.
Die Gemeinde Las Terrazas liegt in der Sierra Rosario, einem 25.000 Hektar großen, beinahe unberührtem Stück Land, welches von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Durch die dicht bewachsene Sierra del Rosario und ihre Wälder fließt der Fluss San Juan mit seinen kleinen Wasserfällen, hier gibt es auch kleine Seen, Ruinen von Kaffeeplantagen aus dem 19.Jh. und schwefelhaltige Quellen. Die meisten Bauern in der Sierra leben in Kommunen, die im Zuge eines Regierungsprogramms 1968 gebildet wurden. Am bekanntsten hiervon ist Las Terrazas. Der Name wurde von den kiefernbewachsenen Terrassen abgleitet, die heute Typisch für die Gegend sind. Die 900 Einwohner dieser Kommune leben von Holzwirtschaft und Ökotourismus.
Des Weiteren kann man den Orchideengarten von Soroa besuchen. Unterkunft im Hotel La Ermita oder Los Jazmines.
Tag 2: Viñales
Nach dem Frühstück sollten Sie die Gelegenheit nutzen, diese wunderschöne Umgebung zu erkunden.
Das Tal Valle Viñales bietet mit seinen einzigartigen Felsnasen (mogotes) und zahlreichen Höhlenformationen spektakuläre Landschaften. Wir empfehlen Ihnen einen Besuch der zahlreichen Tabakplantagen, die diese Region berühmt gemacht haben. Ein weiteres Ausflugsziel ist die beeindruckende Höhle Cueva del Indio. Genießen Sie diese einmalige Naturlandschaft des Viñales Tales. Die zu einem Denkmal erklärte Stadt Viñales ist geprägt durch ihre niedrigen Holzhäuser mit ihren Veranden.
Rund um das Örtchen gibt es eine Reihe von Ausflugszielen: das Tal der zwei Schwestern oder die Insel Cayo Levisa an der Nordküste.
Unterkunft im Hotel La Ermita oder Los Jazmines.
Tag 3: Vinales - Península Zapata - Cienfuegos (443 km)
Heute Vormittag brechen Sie zur Península de Zapata auf. Dort erwartet Sie ein von Krokodilen und Flamingos bewohntes weitläufiges Sumpfgebiet, das zum Nationalpark erklärt wurde. Im Park sind 900 Blumenarten, 171 Vogelarten, 31 Reptilarten und 12 Säugetierarten geschützt. Vogelliebhaber kommen insbesondere in der Zeit zwischen Oktober und April auf ihre Kosten, wenn zahlreiche Wasservögel hier Station machen.
Ein weiteres „Muss“ ist selbstverständlich die Bahia de los Cochinos, die berühmte Schweinebucht.
Weiterfahrt und Übernachtung in Cienfuegos im Hotel La Uníon.
Tag 4: Cienfuegos - Trinidad
(81 km)
Heute Vormittag haben Sie Gelegenheit Cienfuegos zu erkunden. Die Stadt Cienfuegos zählt zu einer der hübschesten und lebhaftesten Städten der Insel und hat viel französisches Flair. Das weitgehend restaurierte koloniale Zentrum bietet sehr viele architektonisch interessante Sehenswürdigkeiten. Das Castilo de Jagua zum Beispiel sollte die Region vor jamaikanischen Piraten beschützen und war im 18. Jahrhundert die drittgrößte Festung Kubas und die einzige Zentralkubas. Beachtenswert sind hier die noch intakte Zugbrücke, der Burggraben und die interessante Legende der Dame in blauen Gewändern. Die Iglesia Parroquial und das Teatro Tomás Terry wären hier auch sehenswert. Das Theater wurde 1886 nach dem letzten Willen des skrupellosen Fabrikbesitzers Tomás Terry Adams erbaut, welcher durch Sklavenhandel zu Reichtum gekommen war und später Major wurde. Es ist im italienischen Stil erbaut mit einem beeindruckenden u-förmigen Zuschauersaal auf drei Ebenen und einem riesigen Fresko. Die Keramikmasken auf den Giebeldreiecken der Fassade stammen aus Venedig und stellen die drei Grazien dar. Der Eingang des Monumentalfriedhofs Cementerio Monumental Tomás de Acea ist eine Replik des Partheon in Athen. Auch hier sind wieder verschiedene Stilrichtungen miteinander vereint. Angelegt ist der Friedhof als Garten mit Pfaden und Obstbäumen. Von 1913 – 17 wurde der von einheimischen und ausländischen Architekten entworfene Palacio de Valle erbaut. Dieses Gebäude ist mit gotischen, venezianischen und neomaurischen Motiven dekoriert und weist auch starke Einflüsse des arabisch-spanischen Stils auf. Die drei unterschiedlichen Türme stellen Macht, Religion und Liebe dar. Der ehemals für die Ausfuhr von Zucker von großer Bedeutung gewesene Exporthafen Cienfuegos ist ein weiteres interessantes Ziel.
Nachdem Sie Cienfuegos erkundet haben, brechen Sie nach Trinidad auf. Die Stadt wurde 1514 von Diego Velázquez gegründet und mittlerweile von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In der vom Kolonialstil geprägten Altstadt Trinidads lohnt sich der Besuch des Palacio Brunet. Der 1812 erbaute Palacio ist heute das Museo Romantico. Die 14 Räume des Museums zeigen alle auf die Hofarkade mit ihrer eleganten Balustrade. Neben Böden aus Carrara-Marmor, Kassettendecken, klassizistischen Dekorationen und Möbeln aus Edelhölzern sind schöne Fenster und handbemalte Tonkacheln zu bestaunen. Der Palacio Cantero wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und ist heute das Museo Histórico Municipal, das die Geschichte der Region erzählt. Der Palast ist eines der prachtvollsten Wohnhäuser der Stadt. Vom Turm aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Altstadt. Die Casa Sánchez Iznaga befindet sich, wie der Palacio Brunet, direkt an der Plaza Mayor, um welche herum sich die Stadtpaläste der reichsten Familien Trinidads gruppieren. Die Casa ist heute das Museo de Arquitectura Trinitaria und verschafft einen interessanten Überblick über die verschiedenen üblichen Bauweisen der Stein- und Lehmwände. Des Weiteren werden hier für Trinidad typische Fenstergitter ausgestellt. Lassen Sie sich bei einem Spaziergang durch das koloniale Viertel mit seinen Straßen aus Kopfsteinpflaster und den bunten einstöckigen Häusern in die Kolonialzeit zurückversetzen. In Trinidad wird das Kunsthandwerk besonders gepflegt, so dass sich das eine oder andere Mitbringsel erstehen lässt. In Trinidad finden Sie zahlreiche kleine Restaurants, Mesones oder Paladares, in denen Ihnen landestypische Speisen serviert werden können. Wenn Sie ein bisschen „Nightlife“ möchten, gibt es zahlreiche Bars und Diskotheken in der Stadt, in denen Ihnen Live-Musik geboten wird.
Unterkunft in der Finca Maria Dolores oder im Hotel Las Cuevas.
Tag 5: Trinidad - Sancti Spíritus - Camagüey (198 km)
Nach dem Frühstück fahren Sie in östliche Richtung nach Sanctí Spiritus. Die Stadt Sancti Spíritus wurde von Diego Velazquez 1514 am Flussbett des Tuinucú gegründet und acht Jahre später an den Fluss Yayabo verlegt. Man kann sich die Innenstadt leicht zu Fuß erlaufen und die typischen kolonialen Häuser mit ihren schmiedeeisernen Balkonen betrachten. Der schönste Weg ins Zentrum ist der von Süden aus, über die hübsche alte Yayabo-Brücke. Diese 1825 erbaute Brücke ist mit ihrem mittelalterlichen Aussehen und den großen Terrakottabögen einzigartig und steht daher heute auch unter Denkmalschutz. Einer Legende nach mischten die Arbeiter beim Bau der Brücke Ziegenmilch in den Zement um sie stabiler zu machen. Da sie der einzige Zugang von Trinidad aus nach Sancti Spíritus ist, ist sie ein wichtiger Teil des Straßennetzes der Stadt.
Ihr Tagesziel ist Camagüey. Ursprünglich wurde die Stadt in der Bucht von Nuevitas an der Nordküste gegründet, dann aber später zum Schutz vor Piratenangriffen und Indianeraufständen ins Landesinnere verlegt. Bei einem Spaziergang durch die verwinkelten Straßen der Stadt lassen sich einige Sehenswürdigkeiten besuchen. Die Iglesia de la Merced wurde ursprünglich 1601 erbaut und zwischen 1748 und 56 neu errichtet. Sie hat heute eine barocke Fassade und im Inneren sind jugendstilartige Wandmalereien zu sehen. Berühmtestes Kunstwerk der Kirche ist allerdings das Heilige Grab mit einem Christusbild, welches sich aus 23 000 Silbermünzen zusammensetzt. Eine weitere Kirche ist die Iglesia del Carmen. Das einst noble Kloster wurde 1823 erbaut und hat einen ausgeprägten barocken Charakter. Die kleine Kirche Iglesia de San Juan de Diós gehört zu den interessantesten Kirchen von Camagüey. Die Fassade ist einfach und streng symmetrisch, aber im Inneren sind die noch erhaltenen Böden, Decken, der Holzchor und der Hochaltar beachtenswert.
Das Teatro Principal öffnete 1850 zum ersten Mal seine Pforten und wurde 1926 nach einem Brand wieder aufgebaut. Hier ist das berühmte Ballett von Camagüey zu Hause, eines der führenden Tanzensembles Lateinamerikas.
Sie übernachten im Gran Hotel de Camagüey.
Tag 6: Camagüey - Holguín (190 km)
Ihr heutiges Etappenziel Holguín werden Sie gegen Mittag erreichen.
Die Stadt bietet verschiedene Veranstaltungen, wie las Romerias del Mayo, ein traditionelles Fest, das immer im Mai begangen wird, und das Festival de Cultura Iberoamericano. Die Stadt Holguín kann mit einigen der hübschesten Plätze Kubas aufwarten und lohnt schon allein deshalb einen Besuch. Der weitläufige Hauptplatz Plaza Calixto García ist geprägt durch rosa und grünen Marmor und die Statue des zu Ross sitzenden General Calixto Iñiguez García. Rund um diesen Platz gibt es diverse Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Museo Provincial de História, die Casa de la Trova (hier finden Musikveranstaltungen statt), sowie das Centro Provincial de Artes Plásticas (Kunstgalerie). Weitere Plätze und Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Plaza Julio Grave de Peralta, die Kirche Catedral de San Isidro, die Plaza San José mit der Iglesia San José, sowie die einzige Drehorgelfabrik des Landes (Fábrica de Órganos) und die Plaza de la Revolución mit dem nahe gelegenen Baseballstadion. Übernachtung im Hotel Villa El Bosque.
Tag
7: Holguín
- Havanna
Nach
dem Frühstück haben
Sie noch ein wenig Gelegenheit
durch die Stadt zu schlendern,
bevor Sie den Mietwagen abgeben
und nach Havanna fliegen.
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